Sonntage // selbstreferenziell // Niemandstage

Aufstehen, dann frühstücken, sich dann vor den Rechner setzen. Einmal kurz Mails checken. Einmal kurz bei Twitter vorbei schauen. Dann Myspace und… aus Nostalgie und Gewohnheit… StudiVZ. Nochmal in den Mailsausgang sehen, könnte ja was gekommen sein. Dann Favstar. Die Statistiken der Homepage und des Blogs checken.

Mittagessen machen und Mittagessen essen.

Vielleicht hinlegen. Ist ja Sonntag, ist ja Zeit. Hat man sich ja verdient.

Nach dem Nickern Käffchen trinken und Mails checken. Im Maileingang. Twitter kurz und Favstar kurz und kurz die Süddeutsche.

Duschen.

Vielleicht mit irgendwem telefonieren. Schafft man ja in der Woche nie. Ist ja Sonntag. Und sonntags kommt der Tatort. Schnell zum Büdchen. Kippen kaufen. Von unterwegs Twittern, dass man Kippen kauft. Schnell aufs Sofa, den Anfang verpassen geht gar nicht. Nach dem Tatort. Mails checken und Twitter und sich vornehmen jetzt noch was zu schreiben. Ist ja Sonntag, man hat ja Zeit.

F5 auf Twitter drücken einmal, zweimal, dreimal, nochmal.

Rauchen gehen. Ist ja Sonntag, gleich noch was schreiben. Man hat ja Zeit am Sonntag.

Sonntag schreiben.

Sich ärgern, dass man immer Sonnatag schreibt, statt Sonntag. Weil die Finger zu schnell sind für die Tastatur, oder der Kopf zu langsam für die Finger, weil es Sonnatagabend ist und man noch was schreiben will.

Kurz Twittern, dass man nichts geschafft hat an diesem Sonntag. Kurz die Reaktionen abwarten. Und F5 drücken. Und F5. Und F5.

Und müde werden.

Wie immer am Sonntag viel zu spät müde werden. Morgen ist ja wieder Arbeit angesagt. Kurz nur Twitter und schreiben, dass man morgen wieder arbeiten muss. F5. F5. Noch müder werden. Wovon eigentlich?

Man hat ja nichts gemacht.

Man hat wieder nichts gemacht, war ja Sonntag und man hat wieder nichts geschafft.

F5.

Abschalten fällt so schwer.

F5. F5.

Tell me why I don’t like mondays.

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Ein Gedanke zu “Sonntage // selbstreferenziell // Niemandstage

  1. Große Pläne für Sonntag haben. Freundin besuchen, danach Wohnung putzen, Wäsche waschen. Buch lesen – vielleicht – vorm Tatort.
    Aufstehen, Frühstücken, kurz den Rechner anmachen. Mails checken, interessante Mails, kurz beantworten. Forum checken, aufregen, Mail schreiben. Schnell zu Twitter, Tweets lesen, lachen, faven. Selber twittern.
    Freundin anrufen, Besuch absagen, 45 Minuten telefonieren. Mails abrufen, gemeinsam über Forum aufregen, Mail schreiben.
    Mails erhalten, beantworten, erhalten, beantworten, anderes Forum besuchen, freuen, posten, Mail erhalten lesen, beantworten, twittern, 16 Uhr, zu spät zum Putzen, Wäsche trotzdem waschen, Mails checken, beantworten, telefonieren, twittern, Mails Forum Mails, Wäsche, Twitter, Mails …
    Tatort verpasst :-

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