Hegemann, der Don und meine Meinung

Heute bin ich beim Don auf diesen Eintrag gestoßen  und bin, ob seiner deutlichen Sprache wirklich zutiefst begeistert.

Ja, ja, jaaaaa habe ich gedacht und ihn gleich nochmal gelesen.

Helene Hegemann so darzustellen hat mir bisher gefehlt. Ihre Ausflüchte in die Argumentation von Intertextualität und Intermedialität machen mich immer noch sowas von wütend, dass ich schreiend durch die Stadt laufen könnte vor so einer Dreistigkeit.
Ich liebe Intertextualität. Ich liebe das Spiel mit Zitaten. Eine ganze Reihe meiner Texte spielen ebenfalls mit Bruchstücken, Versatzstücken, Abbildern und Kopien von Realitäten. Ich halte es auch für legitim damit zu arbeiten und schätze Calvino, Stuckrad-Barre, Goetz, Kempowski, Ellis und all die anderen.
Aber – und da mag man mich vielleicht ungerecht halten – ich schreibe einer 17-Jährigen nicht die Fähigkeit zu, bewusst Literatur auf solchen Metaebenen zu produzieren.

Und dann kommt ein Biller und lobt die Radikalität und dann kommen FAS und ZEIT und weitere und greifen gierig nach dem Mädchenwunder – was, die ist erst 17? – die natürlich auch gut platziert wurde von Verlag und Gottweißwem.

Und das allerallerallerschlimmste ist, dass wahrscheinlich immer noch Menschen in die Buchhandlung laufen werden und das Buch von Helene Hegemann kaufen werden.
Und ich freue mich für Airen , dessen Buch Strobo (das Original zur … ach egal) jetzt vielleicht über den Ladentisch geht wie geschnittenes Brot.

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3 Gedanken zu “Hegemann, der Don und meine Meinung

  1. Du sagst „Ja, ja, jaaaaa“ zu Don, ich sag „Ja, ja, jaaaaa“ zu deinem Text!
    Wää, die böse Hegemann! Was bin ich durchgedreht in der Zeit der Plagiatsvorwürfe und was war ich nervlich ausgezehrt wegen einem Aufreger nach dem anderen.
    „Strobo“ liegt mittlerweile auch bei mir rum und wartet auf’s Gelesenwerden und Helene H. soll bleiben, wo der Pfeffer wächst!

  2. Hat den jemand das Buch gelesen?
    Ich werde es mir mal angucken.
    Das Endwerk an sich ist ja nicht das Plagiat. Sie hat einzelne Passagen geklaut. So schlimm finde ich das nicht.
    Oder anders gesagt: der Roman an sich müsste eine Gesamtleistung sein, unabhängig vom Plagiat.

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