Übermüdete Gedankenspiele; hashtag Grundwehrdienstleistende

Der Zug ist zu voll.
Was soll ich sagen, ich bin müde.
Der Zug ist voll mit viel zu vielen Jünglingen, die gerade ihr Wochenende zu Hause lassen und auf dem Weg in die verschiedenen Kasernen sind. Sie trinken Bier, sie fressen Chips und spielen auf ihren Laptops und PSP’s irgendwelche Games. Es klingelt und dudelt um mich herum. Immer wieder dann auch irgendein Handy. Ich könnte schreien. Sie reden vom Saufen und Kiffen, von Führerscheinentzug. Falls unser Land mal wirklich beschützt werden müsste, was hoffentlich niemals passieren wird … mit solchen Kameraden ist die Niederlage dann zumindest kurz und schmerzlos.
Und wenn wir jetzt keine riesige Verspätung einfahren, muss ich diese … Jungs … ja nur noch drei Stunden ertragen. Ich freue mich sehr auf mein Heim, auf meine Frau, mein Bett, meinen Kater. Die Normalität holt mich wieder ein. Ich seufze ein wenig und sinke zögernd in den Alltag zurück. Manchmal ist dieses Leben eines der schwersten.

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4 Gedanken zu “Übermüdete Gedankenspiele; hashtag Grundwehrdienstleistende

  1. Ich fühle mit Dir und drücke Dir ganz fest die Daumen, dass die Zeit schnell rumgeht, bis Du endlich wieder bei Deiner Liebsten „in Sicherheit“ bist.

    Und ich bin furchtbar stolz auf Dich – klappt doch ganz wunderbar mit den Alltagsgeschichten! 😉
    Ich sehe es schon kommen – vom Motivator zum leuchtenden Vorbild…

  2. Zugfahren ist doch immer wieder ein Abenteuer – hier wohl eher eines der Sorte des RTL-Nachmittagprogramms.
    Muss ich doch grad an meine Zivizeit zurückdenken, als ich am WE auch häufig mit der Bahn in die Heimat fuhr und ähnliche Mitfahrer in Tarnanzug hatte; nur damals noch ohne PSP *lol*. Das war immer ein Grauen.
    Freu mich auf Donnerstag!!!

  3. ach ja! Da kommen ja nostalgische Gefühle in mir auf! ich bin auch oft mit denen gefahren, wenn ich zwischen Ruhrgebiet und marburg gependelt bin. Und ich kann nur sagen: RTL ist nix dagegen! Und über Frauen kann man echt was lernen auf solch einer Fahrt…

    allerdings hatte ich auch mal ein echt tolles Erlebnis mit einem „bundi“. Würde hier aber den Rahmen sprengen. Vielleicht blogge ich selber mal drüber. Jedenfalls hat mich da mal jemand höchst clever und absolut souverän und gewaltfrei von einem sehr aufdringlichen herren befreit, nachts im Wagen eines nahverkehrszuges zwischen kassel und Marburg. Und so was vergißt man auch nicht so schnell. Trotzdem: Ich glaube auch, daß es mit der verteidigung unseres schönen Landes nicht so weit her wäre, wenn man die so nach ihrem Zugzustand beurteilt…

    Bis denne sagt bianca

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