Vor einem Jahr // Ich mach was mit Medien

Es ist spät abends und ich bin ganz zufrieden, weil ich nicht ins Bett muss, sondern darauf warte, dass es 2.00 Uhr wird und ich in die Agentur fahren kann um mal eine Nachtschicht zu schieben. Klingt jetzt irgendwie verrückt, aber ich war schon immer ein Nachtmensch und nach insgesamt neun Jahren in der (Nacht-)Gastronomie, ist es mal eine nette Abwechslung vom verf%$/%%&ten frühen Vogel, dessen Wecker um 7.00 in der Früh geht.

Trotzdem passt das Thema Agentur momentan ganz gut, denn neulich ist mir aufgefallen, dass diese ganze Agenturgeschichte vor ziemlich genau einem Jahr begonnen hat.

Mein Berufsweg war bis dato … nun ja … mit einigen Abzweigungen versehen.

(Bei Gelegenheit muss ich mal einen Eintrag über die tolle Tischlerei und die tollen Gesellen und Meister verfassen, die mir das nächtliche Zähneknirschen, den Reizmagen und die Bandscheibenprobleme beibrachten).

Auf jeden Fall stockte das Studium und die Jobberei in der Gastro war mir auf Dauer auch zu wenig. Und dann las ich irgendwann mal nachts auf XING eine Stellenausschreibung für ein Volo in einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus.
Nun schreiben kannste, kreativ biste, im Netz treibste dich auch ständig rum und die Agentur liegt keine zwei Kilometer von deiner Wohnung entfernt. Also eigentlich suchen die genau dich, dachte ich mir. Und dann noch: Das ist deine Chance. In einer ziemlichen Nacht und Nebel Aktion machte ich meine Bewerbung fertig und schickte sie weg. Dass ich mit fertig studierten Journalisten, Publizisten, Germanisten, etc. konkurrieren würde, allesamt jünger als ich, war mir klar.
Wollen ja immer alle was mit Medien machen.
Wollen ja alle immer in die Agenturen.

Nun, lange Rede, kurzer Sinn. Ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Und dachte wieder an die Journalisten und Publizisten und Marketingleute. Drei Stunden redete ich mit dem Agenturchef. Danach war ich platt. Drei oder vier Tage später kam der Anruf mit der Zusage. Ich war baff. Und sehr sehr glücklich über so viel Glück!

Ein paar Monate später fing ich dort an, wurde zauberhaft mit Schultüte empfangen und bin seitdem einer von denen, die was mit Medien machen.

Toll ist, dass mir der Job, trotz des Stresses, irre viel Spaß macht. Und ich bin dem Agenturchef wirklich ziemlich dankbar für die Chance, die er mir gegeben hat.

Respekt!!!!

Viele andere hätten es sich einfacher gemacht und wären einfach nach Uniabschluss gegangen, oder nach dem Alter.

Tja und jetzt sitz ich hier und freu mich darauf, mir die Nacht um die Ohren schlagen zu dürfen … schon irgendwie ein wenig schräg.

Und wenn ich manchmal etwas frustriert bin, weil es mit der Schreiberei am Roman nicht so vorwärts geht, wie ich es mir vorstelle, ist das schon ok. Ich werde geduldiger mit mir selbst. Nicht zuletzt, weil mir die Ute neulich auch noch so einen schönen Kommentar hier im Blog hinterlassen hat.

In diesem Sinne, schlaft schön. Ich geh schön arbeiten.

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Ein Gedanke zu “Vor einem Jahr // Ich mach was mit Medien

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