Twitter-Literatur live #twitlitlive // Oder der Text der Vielen

Ich schreibe viel zu selten. Ich weiß. Und noch weniger literarisch. Obwohl ich es sollte. Und könnte. Komischerweise klappt das Schreiben im Zug immer ausgesprochen gut. So wie jetzt. Man sitzt behütet und kann eh nichts machen. Nicht putzen, nicht saugen, kein Rasen zu mähen. Menschen um mich herum bieten Input … Ich sollte mich einfach häufiger in einen Zug setzen und fahren // schreiben. Ja, vielleicht sollte ich das wirklich einmal tun.

Dabei habe ich schon seit einigen Tagen einen Gedanken, bei dem ich Eure Unterstützung brauche. Oder Tipps. Euren Input halt.

Und zwar findet am 16. und 17. Juli auf dem Kulturgut Nottbeck, über das ich schon mehrfach ausführlichst geschwärmt habe, ein zweitägiges Literaturfestival statt. Ich werde dort ebenfalls anwesend sein und habe die Idee eines Experiments im Kopf:

Bei meinem letzten Besuch in Nottbeck sprach ich mit dem wundervollen Oliver Uschmann recht ausführlich über Social Media, den Wert von Twitter und das wahnsinnig kreative Potenzial auf dieser Plattform. Also ich schwärmte davon – Oliver hörte zu.

Und nun zu meiner Experimentidee: Ich würde gerne an diesem Wochenende im Juli für ein paar Stunden so etwas wie Live-Textproduktion ausprobieren. Einen „Text der Vielen“. Ich meine, wenn Wikipedia so etwas wie die Intelligenz der Vielen darstellt und durch die Recherche der Vielen ein Verteidigungsminister zu Fall kommen kann, wieso sollte es dann nicht auch klappen einen guten, einen literarischen Text zu schreiben?

Ich möchte mich an diesem Wochenende dort auf dem alten Gehöft bei Oelde hinsetzen und über Twitter und Facebook Ideen, Zitate, Wortspielereien etc. sammeln und daraus (oder zumindest davon inspiriert) einen Text produzieren. Wohin die Reise gehen wird? Keine Ahnung. Vielleicht ist dabei der Weg das Ziel.

Ich denke über mein Blog oder das Blog vom Kulturgut ließen sich fast in Echtzeit aktuelle Textversionen posten. So könnte man prima den Stand des Textes verfolgen, sehen, wie er sich verändert, wächst und Gestalt annimmt. Oder eben auch nicht, weil ich ja überhaupt nicht abschätzen kann, wie sich die Sache entwickeln wird.

Das ist die Grundidee. Euch brauche ich nun für weitere Ideen, Vorschläge, wie dieses Experiment noch direkter sein könnte, wie genau ein Zeitplan aussähe und natürlich brauche ich Eure Ideen und Eure Unterstützung auf Twitter und im Netz. Vor ein paar Wochen habe ich in einem ersten Tweet zu diesem Experiment den Hashtag #twitlitlive (Twitter-Literatur live) benutzt. Ich wäre also wirklich amused, wenn Ihr mich bei diesem Experiment im Sommer unterstützen würdet und für dieses Experiment ein wenig Werbung macht, es retweetet, Euch auf diesen Blog bezieht etc. Ich finde die Idee spannend und ich denke an diesem Wochenende könnte ganz viel passieren. Der Dichter im Elfenbeinturm war gestern. Oder nicht?

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2 Gedanken zu “Twitter-Literatur live #twitlitlive // Oder der Text der Vielen

  1. Die Idee ist gut, aber für sowas wirst Du niemanden begeistern. Literatur ist ein No-Go in Social Media (interessiert wie im echten Leben keine Sau). AUßER (und jetzt kommts) Du beziehst andere Leute mit ein. Mach ein Event draus, an dem viele teilnehmen können und bei dem viele Texte schreiben :).

    • Hallo Raventhird … naja, in erster Linie ist es wirklich ein Literaturexperiment. No-Go’s in Social Media sind ja von Leuten formuliert, die andere Ziele verfolgen. Ich mache es wirklich für mich, bzw. als Schriftsteller. Die Idee mit dem Event ist keine schlechte, es soll ja im Rahmen eines zweitägigen Literaturfestivals stattfinden, wo an vielen Ecken etwas passiert. Nur ist das Problem mit diesen Schriftstellern (du wirst es selbst kennen), dass die wenigsten von ihnen begeisterte Fans neuer Kommunikationsformen sind und mit Begriffen wie Hashtag und Mention nur begrenzt etwas anfangen können.

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