Klosterurlaub Zweipunktnull

In der Woche vor dem Osterfest waren die beste Ehefrau und ich erneut für ein paar Tage im Kloster Arenberg. Nach unserem letzten Urlaub dort waren wir ja so begeistert, dass wir sofort erneut buchten. Wieder habe ich mich extrem auf diese Auszeit gefreut, habe sie herbeigesehnt und Wochen bzw. Tage gezählt. Und wieder setzte der Effekt ein, dass ich ruhig wurde. Samstagsmittags kamen wir an, abends atmete ich durch. Ein Aufatmen. Ein Ausatmen. Die Verspannungen (r)ausatmen. Entschleunigung: sich selbst beim Denken zuhören. Macht man ja sonst nicht. Schritt für Schritt über eine Wiese gehen. Weil man es kann. Weil da mal kein Termin ist, keine Wohnung, die es aufzuräumen gilt. Einziger Punkt auf der To-do-Liste dort: Seele pflegen.

Da-sein.

Sonst nix.

Ich glaube immer noch, dass dieser Ort mehr ist, als ein Gästehaus mit Wellnessabteilung, mehr als ein ruhiger Ort, an dem es eben keine Discos, Kneipen und laute Menschen gibt. Es ist ein Ort des Willkommens, ein Ort, der freundlich auf dich wartet. Und ich habe bewusst Ort geschrieben. Es sind eben nicht nur die Menschen, die dort arbeiten, und leben, sondern auch die Bäume, die Wiesen, die Steine und Bänke. Alles.

Das Angebot an Aktivitäten dort ist riesig und trotzdem ist der Arenberg eine White Box, die einem die Möglichkeit gibt, alles Alltägliche, Stressige, Nervige auszusperren. Den ganzen Dreck und Müll beiseitezuschieben, der sich so ansammelt auf den eigenen Nervenbahnen.

Und wieder gab es dort schöne, interessante und bereichernde Begegnungen. Sowohl mit Gästen als auch mit Ordensschwestern. Und ich werde nicht müde zu betonen, dass die Schwestern dort anders sind, als man (wer immer dieses man jetzt sein soll // die Öffentlichkeit // das Klischee // Lieschen Müller) es sich wahrscheinlich vorstellt. Um etwaige festgefahrene Bilder in Euren Köpfen zu korrigieren, verweise ich erneut auf das ebenso informative, wie humorvolle Blog der jüngeren Schwestern.

Und wenn mir irgendjemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich mich einmal mit einer Ordensschwester per Facebook-Statusmeldung (!) zum Kaffee verabrede … ich hätte ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt.

Wir werden wieder dort sein.

Bald.

Frohe Ostern!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s