Kloster Arenberg, Part 3

Wieder waren wir ein paar Tage im Kloster Arenberg, wieder war es ungemein erholsam, still und energetisch. Wer mag, kann sich gerne die älteren Berichte zu unseren anderen Aufenthalten anschauen: nämlich hier und dann noch hier.

Die Wochen vor unserem Urlaub waren extrem stressig und arbeitsintensiv. Freitag dann um 17.30 Uhr: Feierabend, Urlaub, endlich! Sonntagmorgen soll es losgehen, dazwischen auch noch jede Menge zu erledigen, einkaufen, Wohnung machen, Auto waschen. Was halt so sein muss, was keinen Spaß macht, man hat doch Urlaub. Sonntagmorgen um 10.00 Uhr sitzen wir dann im Auto, versuchen Vieles hinter uns zu lassen, haben die Befürchtungen, dass vielleicht der Zauber dieses Ortes verloren gegangen sein könnte, dass er uns nichts mehr geben wird, dass all die Energie und Kraft dort nur euphorisierte Einbildungen waren. Um kurz nach zwölf fahren wir auf das Klostergelände, ich atme aus, etwas sagt dem Herzen Hallo. Ich lächle. Unser Zimmer ist bereits bezugsfertig, sogar ein Upgrade mit Balkon und zwei (!) der Ohrensessel, die wir so lieben. Man lächelt uns am Empfang an und im Speisesaal. Man erkennt uns und freut sich. Sicher in anderen Hotels wird auch gelächelt und je mehr Sterne ein Hotel hat, umso strahlender ist das Lächeln. Aber in Arenberg sehe ich hinter dem Lächeln immer eine echte Freude. Und die bekomme ich woanders einfach nicht zu Gesicht.

Abends bin ich bereits komplett entspannt. Die beste Ehefrau an meiner Seite: ebenso.

Das Programm für die folgenden Tage haben wir diesmal klein gehalten. Ich habe lediglich zwei Shiatsu-Massagen gebucht. Die reichen aber völlig: Ich entspanne, spüre Energie und fühle mich komplett behütet.

Wie auch schon in den vergangenen Urlauben dort, wird man auf sich selbst zurückgeworfen. Ich lerne zu schätzen, was ich habe und was ich bin, denn das ist schon ziemlich großartig. Und ich bin dankbar dafür, dies alles mit der besten Ehefrau teilen zu können.

Ein wenig arbeite ich am Buchprojekt weier und liege immer noch vor dem Zeitplan. Vielleicht könnte es ein wenig mehr sein, aber ich will mich nicht unter Druck setzen.

Das Labyrinth fängt mich auch diesmal wieder und beim Gang durch den 1.000 Meter langen, verschlungenen, spätabendlichen und somit dunklen Weg macht es einmal mehr klick. Die Gespräche mit Gästen und den Ordensschwestern sind bereichernd und ich nehme einiges an Gedanken mit in den Alltag.

Nach drei Tagen bin ich tiefenentspannt und habe das Gefühl, den ganzen Tag lang mit einem debilen Grinsen durch die Gegend zu laufen. Nach fünf Tagen heißt es dann: Abschied nehmen. Aber fünf Tage reichen. Ich fühle mich entspannter als nach drei Wochen Strandurlaub. Dieser Ort gibt etwas und davon reichlich. Manchmal habe ich fast ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht weiß, was der Ort im Gegenzug von mir bekommt.

Der Abschied fällt wie immer sehr schwer. Ein paar weitere Menschen reisen am gleichen Tag ab, eine Dame, die lange für ihren Aufenthalt dort hat sparen müssen, hat ein paar Tränen im Auge, weil sie weiß, dass nun wieder ein langes Warten auf den nächsten Urlaub beginnt.

Wir dürfen bald wieder dort sein.

Dankbar!

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