Immer // Anders

Gestern kamen die beste Ehefrau und ich aus unserem Klosterurlaub in Arenberg zurück. Wieder einmal. Und wieder einmal war es eine besondere Zeit.

Dass ich ein ganz besonderes Verhältnis zum Kloster Arenberg habe, kann man in diesem Blog wiederholt lesen. Und vielleicht wiederhole ich mich auch, aber der Aufenthalt dort haut mich immer wieder so sehr um, dass ich nicht anders kann, als darüber zu schreiben.

Aaaalso:

Samstags fahren wir los. Sind in den Tagen und Wochen davor gelaufen, gelaufen, gelaufen. Haben Termine abgerissen, haben immer bis zehn Uhr abends mindestens gearbeitet. Kleinkram zwar, aber viel Kleinkram: Autowerkstatt, Rohrbruch im Garten, Planungen für kommende Lesungen, Planungen für ein Buchprojekt, Geburtstage in der Familie undundund. Deswegen packen wir auch erst Samstagmorgen die Koffer. Ging nicht eher. Zum Mittagessen kommen wir in Koblenz an. Werden willkommen geheißen, herzlich und nah wie immer.

Wir treffen nette Menschen, die wir aus vorherigen Aufenthalten kennen. Das ist schön. Ich merke aber, dass ich dadurch nicht so schnell zu mir finde, wie in den Urlauben zuvor. Ich rede mehr. Trotzdem ist dann wieder die Entspannung da. Ich ruhe in mir selbst. Sitze. Schweige. Atme. Gehe durchs Labyrinth. Esse. Lächle. In mich hinein. In die Gesichter anderer Menschen. Einfach so.

Der letzte Tag ist dann ganz besonders schön. Erst eine Shiatsu-Massage, tiefenentspannt schwebe ich zum fast schon traditionellen Kaffeetrinken mit einer Schwester. Wir quatschen zu dritt eine schöne Stunde lang, haben die Idee zu einer Lesung im Kloster im Oktober. Einige meiner Hundert-Dinge-Texte sind recht gut angekommen. Ich freue mich. Hoffentlich klappt es.

Abends sitzen wir lange und quatschen mit netten Menschen unseres Alters über Gott und die Welt und Hundert Dinge.

Am nächsten Tag verkaufe ich mit gepackten Koffern sogar noch ein Exemplar des Buches.

Jetzt sind wir wieder hier. Im Alltag. Im Stress. Zwischen doofen Dingen, die passieren, und einem Haushalt, der gesaugt und gewischt werden will. Zwischen to-do-Listen, Garten, Reifenwechseln, Ärgernissen, Einkaufen und dreckiger Wäsche. Die wird ja immer gewaschen.

Aber irgendwas nehmen die beste Ehefrau und ich ja immer mit aus Arenberg. Auch diesmal. Im Herzen. In Gedanken. Im Jetzt.

Im Kalender die Buchungsbestätigung.

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