Jahresrückblog 2012

Und wieder ist ein Jahr vorbei.
2012.
Ich habe geatmet, ich habe gegessen, geliebt, geschlafen, gearbeitet. Ich habe Texte geschrieben, einen nach dem anderen, und ein Buch veröffentlicht. Ich habe geträumt und gehofft. Wurde enttäuscht, wurde überrascht, habe mich gefreut und habe mich geärgert.
2012 hatte alles. Es war ein durchwachsenes Jahr. Also kein schlechtes Jahr. Somit: ein gutes Jahr.
Im Kloster Arenberg las ich aus den Hundert Dingen und war überwältigt davon, was diese kleinen Texte in den Menschen auslösen konnten. Freude, Nachdenklichkeit, Lachen, Kopfschütteln. All das ist in den Texten vorhanden. All das wartet darauf, dass der Leser sich darauf einlässt. Und wer das wagt, wird wohl belohnt.

Ich habe weiterhin zu viele Pläne, will dieses und jenes und noch viel mehr zusätzlich. Brauchen tue ich hingegen etwas ganz anderes: Ruhe und Zeit für mich. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass ich nicht wie andere Menschen ticke. Dass ich nicht Hundert Dinge gleichzeitig machen kann, weil Hundert Dinge einfach zu viel sind.

Aber ein wenig soll sich trotzdem im kommenden Jahr ändern.
Wirklich endlich wieder Sport machen.
Mehr Zeit mit Freunden verbringen,
weniger Zeit mit sinnlosem Zeug vergeuden,
ein paar Kilo abnehmen,
einen Text, den ich angefangen habe, bis zum 22. Februar fertigstellen,
hoffentlich wieder ein paar Lesungen halten
und ein paar neue Texte schreiben.
Endlich einmal all die Arzttermine, die man so vor sich herschiebt, vereinbaren und einhalten.
Bewusster leben
und Spaß haben.

Eine lange Liste! Mal sehen, was ich davon am Ende des kommenden Jahres umgesetzt habe.

Ich habe im vergangenen Jahr für meine Verhältnisse recht viel gelesen, nicht zuletzt durch den wundervollen Kindle, den die beste Ehefrau mir zum Geburtstag geschenkt hat. Die Highlights waren sicherlich Feindesland von Oliver Uschmann (das mich dazu veranlasste – teilweise erneut – alle Hartmut-und-ich-Romane von Uschmann zu lesen) und Abgesang 45, dem letzten Band des Echolot-Projektes von Walter Kempowski. Das Echolot sollte Schullektüre werden. 20 Seiten aus diesem monströsen Werk (insgesamt an die 10.000 Seiten mit Tagebuchaufzeichnungen der unterschiedlichsten Menschen aus den Jahren 1941 bis 1945) zeigen die Schrecken und Widersprüche dieser Zeit besser als jedes Schullehrbuch.

Wir haben uns auch viele Serien angeschaut im vergangenen Jahr. Die beste Ehefrau und ich sind DVD-Junkies. Meine Lieblinge dort: Game of Thrones (obwohl ich überhaupt kein Fantasy-Freund bin), weiterhin The Walking Dead (meine Vorliebe für Zombies dürfte inzwischen allgemein bekannt sein) und Dexter. Enttäuscht hat mich American Horror Story. Die erste Staffel fand ich anfangs super. Dann wurde es mir irgendwie zu doof. Dafür habe ich mich direkt in den neuen Dortmunder Tatort verliebt. Im Gegensatz zu den vielen kritischen Stimmen halte ich Setting und Ermittlerteam für absolut schlüssig. Lediglich das Location-Dropping (speziell in der ersten Folge) nervte mich ein wenig. Man muss nicht alle Wahrzeichen einer Stadt in 90 Minuten Fernsehkrimi packen. Das ist überflüssig.

Glücksmomente in diesem Jahr:
Das erste eigene Buch in Händen zu halten.
Immer wieder die beste Ehefrau anzusehen
und die Widrigkeiten des Lebens mit ihr zu umschiffen.
Mit eigenen Händen eine Holzterrasse im Schrebergarten zu bauen.
Ein paar gute Vorsätze für 2012 umgesetzt zu haben.

Aufreger des Jahres:
Das beschlossene Rauchverbot in NRW,
immer wieder unangenehme Menschen, die zu laut sind, zu arrogant, zu raumeinnehmend,
borderlinende Twitterprofile
sowie Handwerker, die denken, dass man beliebig viele Urlaubstage für mehrfach verschobene Termine opfern kann.

Das war mein 2012. Und ganz stimmig verbringe ich den Jahreswechsel dort, wo die beste Ehefrau und ich im vergangenen Jahr viele, viele, viele schöne Stunden verlebt haben: im Kloster Arenberg.

2013 kann nun kommen.
Und es wird hoffentlich wunderbar.
Danke, dass Ihr dieses Blog lest, kommentiert und Euch einbringt.
Euch allen alles Gute.
Bis zum nächsten Jahr.

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