Sowas wie Gedichte II

Wände

Die Wände hier sind staubig von Geschichte
Das spürt man
Laufend in den Zimmern
Schmutzige Fenster brechen das Novemberlicht
im Licht
Das schmutzige Fenster brechen
Begrüßt von zehn-zig Leben

Findet
Das Knarren der Türen
Wieder neue Ohren

Jede Diele reckt und streckt sich
Wie nach einem langem Schlaf
Uns
Kommenden entgegen

Risse, Spalten Nagellöcher
Der Abdruck eines Bildes
Von der Zeit gemalt
In grau und braun

Wer hier gewohnt hat ließ was hinter
Den Wänden

Und das atmen sie nun aus

Ruhig
Träum ich manchmal
Nachts vom großen Krieg
Und dem Winter 46
Als kalte Rücken Halt vermissten
Und ihn fanden
Einen Frühling später

„Hier bist du sicher“ flüstert´s dann aus allen Wänden
Und neben mir liegst du und hörst das gleiche

Ich bin zu Hause weiß ich
Jetzt

DSCI0396

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