Countdown zum Jahresende: 39

Heut den dritten ausgedehnten Sehtest beim Optiker gemacht. Wieder andere Werte bekommen. Ich bin eine Kuriosität. Mit etwas Glück werde ich dann Anfang Dezember vielleicht, unter Umständen, eventuell eine Brille haben, mit der ich vernünftig sehen kann. Hat dann ja auch nur knapp zwei Monate gedauert. Aber warten wir mal ab.

Was mich aber ein wenig disappointed, ist die Stimmung beim Optiker. Da geht man eben nicht zu einer Kette, sondern will den Fachbetrieb vor Ort supporten und dann vermittelt man dir das Gefühl, dass du nur Ärger machst und Kosten verursachst. Kein freundliches: „Das kriegen wir schon hin, gar kein Problem, das ist unser Job.“ Eher so ein unterkühltes Abarbeiten. Nicht unfreundlich. Aber eben auch nicht superfreundlich. Das ging dann echt so weit, dass ich mich mehrfach dafür entschuldigte, diesen Aufwand zu verursachen. Aber vielleicht bin ich, was solche Stimmungslagen angeht, auch einfach sehr sensibel. Führt auf jeden Fall nicht dazu, dass ich begeistert Empfehlungen für den Laden aussprechen werde.

Kein Blogartikel zurzeit, in dem ich nicht mindestens einmal kurz auf Corona eingehe. Ich bin ja nicht auf die Schwurbler allein wütend. Einen gewissen Prozentsatz meiner Verachtung kann ich durchaus auch für unsere politischen Entscheider bereitstellen. Einfach, weil sie, was Krisenkommunikation angeht, komplette Vollidioten sind.

Jetzt ehrlich: Mit diesen ganzen Basta-Aussagen, haben sie uns mit in diese Lage manövriert. Wie kann man in einer extrem dynamischen Situation, in der man definitiv nicht weiß, wie die Lage in zwei Wochen aussehen wird, Lockdowns ausschließen, die Schließung von Schulen ausschließen, eine Impfpflicht ausschließen. Und alles nur, damit man dem lauten Mob ein paar Zugeständnisse vor der Bundestagswahl machen konnte. Und jetzt haben wir den Salat. Kommen solche Maßnahmen wie oben doch (und ich glaube, die wären allesamt gut, um die Scheiße hier mal in Griff zu bekommen), dann gelten die Politiker wieder als wortbrüchig. Um das zu vermeiden, wird rumgeeiert und halbherzig irgendwas beschlossen, was man eben noch nicht ausgeschlossen hat. Ich glaube inzwischen, die Zahl der Querdenker und Schwurbler wäre gar nicht so massiv angewachsen, wenn man von Anfang an ein Gemeinschaftsgefühl geweckt hätte. Ein gutes Beispiel ist da Neuseeland. Wie sportlich man dort die längsten Lockdowns ausgesessen hat (und das waren mal echte Lockdowns, also nicht solche, wo der Frisör noch auf hatte und der Blumenladen und der Buchladen und der Späti) ist beeindruckend. Jetzt frage ich mich, was der Unterschied zwischen Menschen in Neuseeland und Menschen in Deutschland ist. Und zwischen den jeweiligen Politikern.

So, der tägliche Aufreger wäre damit auch abgehakt. Jetzt warte ich gespannt, ob mein Laptop heute noch ankommt (angeblich „zwischen 19.00 und 22.00 Uhr). Drückt mir mal die Daumen.

Kommt gut in den morgigen Tag und freut euch des Lebens. Irgendwie. Wir lesen uns morgen, ja?

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